Mein Weg mit Pferden

Seit frühster Kindheit sind Pferde mein Lebensmittelpunkt. „Aufgewachsen“ bin ich in einem Tellington- und Feldenkrais-Stall und habe von Anfang an das Glück gehabt, viel Zeit mit Pferden verbringen zu dürfen und einen Achtsamen Umgang mit ihnen zu er-lernen.
Mit 16 habe ich meine Island-Stute Hekla bekommen, mein erstes, seit Jahren heiß ersehntes Pferd. Mit ihr habe ich viele „Umwege“ gemacht; ihre wichtigste Botschaft habe ich sogar erst nach ihrem Tod wirklich verstanden – und setze sie nun um, so gut ich es kann, indem ich diesen Weg mit Pferden noch intensiver & klarer weiter gehe und vermittele.
Mit 16 habe ich auch angefangen, zu unterrichten – erst Kinder, und seit ich 22 bin dann auch Erwachsene mit ihren eigenen Pferden. Verschiedenste Praktika bei TrainerInnen und ReittherapeutInnen haben mich von vielen unterschiedlichen Menschen lernen lassen.
Das Connected Riding und die Tellington-Arbeit geben mir wertvolle Möglichkeiten an die Hand, den Körper von Mensch & Pferd in tiefer Weise anzusprechen.
„Intuitive Körperarbeit“ nenne ich den Zugang, den ich selbst über die Jahre entwickelt habe: ein tiefes Hineinspüren in das, was Mensch & Pferd körperlich und seelisch gerade an Impulsen brauchen. Das bezieht sich sowohl auf „Bodenarbeit“, als auch auf`s Reiten: auch oder gerade auf dem Pferderücken geht es darum, den eigenen und den Körper des Pferdes ganz bewusst und klar zu spüren und feine Impulse in beide Richtungen wahr-nehmen und übermitteln zu lernen.
Sharon Wilsie, die Trust Technique und meine Erfahrungen mit Kontaktprozessen und Körperarbeit aus dem Therapeutischen Kontext mit Menschen sind wertvolle Impulsgeber meiner Arbeit. Und natürlich vor Allem das, was die Pferde mir sagen und zeigen. Die Essenz davon ist: „SPÜRT EUCH. FÜHLT, was ist. Werdet euch BEWUSST, wie ihr gerade da seid. Ihr dürft ganz egal wie da sein, Hauptsache, ihr spürt es bewusst und nehmt es zu euch.“
Durch jahrelange Pferdehalterin in Eigenregie hat sich über die Jahre ein umfassendes Wissen angesammelt von Fütterung bis Hufpflege – gerne berate und unterstütze ich Sie auch hier umfassend & individuell.
Meine besondere Leidenschaft ist die Begleitung von Traumatisierten Pferden (und Menschen), wo wir noch mehr verlangsamen, noch tiefer und feiner wahrnehmen, noch leiser „sprechen“, noch klarer sein müssen und dürfen. So wertvolle sind die Botschaften, die sich uns zeigen, wenn wir die Schwierigkeiten und Herausforderungen als Chance wahrnehmen, dazu zu lernen!
Meine Vision ist, dass wir Menschen unsere angeborenen Fähigkeiten wahr-nehmen, dass wir mit Tieren kommunizieren können. Dass wir keine „Sprache“ konditionieren müssen, nach der wir dann trainieren, sondern wirklich kommunizieren. Dass wir auf uns und diese Fähigkeit vertrauen können und den Mut haben, sie wieder zu erlernen, bzw. in uns wach zu rufen. Dass wir uns dessen bewusst werden, wie wir in Kontakt sind und uns aufmachen für die Botschaften der Pferde.
Ich erfahre in der Beziehung zu meinen Pferden und denen meiner KlientInnen immer wieder, wie wertvoll den Pferden diese Haltung von uns Menschen ist und wie gerne sie bereit sind, uns das zu zeigen, was sie sich von uns wünschen. Und wie tolerant sie mit uns sind, wenn wir bereit sind, zu zu hören.